David Rambosek erkämpft Silber beim Bundessichtungsturnier in Erfurt
Das Turnier in Erfurt zählt zu den bedeutenden Sichtungswettkämpfen des Deutschen Judo-Bundes. Hier geht es nicht nur um Platzierungen, sondern auch darum, sich für künftige Einsätze bei großen internationalen Turnieren in den Fokus zu kämpfen. Entsprechend groß war die Konkurrenz, entsprechend wertvoll ist der zweite Platz des Ravensburgers einzuschätzen.
Schon in seinem Auftaktkampf gegen Jakob Lob aus Bayern zeigte Rambosek, dass er an diesem Tag gut eingestellt war. Mit einem sehenswerten Innenschenkelwurf erzielte er eine Wazaari-Wertung und verteidigte seinen Vorsprung anschließend konzentriert bis zum Ende der regulären Kampfzeit.
Auch in der zweiten Runde gegen Friedjof Höpfel aus Thüringen blieb Rambosek bestimmend. Mit einer gelungenen Kombinationstechnik setzte er den nächsten Akzent und zog verdient in die nächste Runde ein. Im Viertelfinale wartete mit Heinrich Langfeld aus Mecklenburg-Vorpommern ein weiterer starker Gegner. Doch auch diese Aufgabe löste der Ravensburger souverän: Mit seiner Spezialtechnik setzte er sich durch und erreichte das Halbfinale.
Dort kam es zum Duell mit Dimitar Stanev aus Sachsen, der erst kürzlich ein Bundessichtungsturnier gewonnen hatte und deshalb zu den Favoriten auf den Turniersieg zählte. Rambosek ließ sich davon nicht beeindrucken. In einem seiner stärksten Kämpfe des Tages agierte er mutig, konzentriert und technisch variabel. Mit zwei raffiniert vorbereiteten Innensicheln entschied er die Begegnung für sich und zog verdient ins Finale ein.
Im Endkampf traf Rambosek auf Alexander Eroshenko aus Hamburg. Nach einem bis dahin nahezu perfekten Turnierverlauf musste sich der Judoka des TSB Ravensburg im Finale mit Ippon geschlagen geben. Die Enttäuschung über die Niederlage währte jedoch nur kurz: Mit Silber bei einem der wichtigsten Sichtungsturniere der Altersklasse U16 gelang ihm ein herausragendes Ergebnis.
Auch Jugendtrainer Christian Ließ zeigte sich nach dem Turnier sehr zufrieden: „Es ist ein toller Erfolg und zeigt einmal mehr den Trainingsfleiß und die Motivation von David. Er hat heute sehr konzentriert gekämpft und sich den zweiten Platz in diesem starken Teilnehmerfeld absolut verdient.“
Für Rambosek und seinen Trainer war der Auftritt in Erfurt zugleich Bestätigung und Ansporn. Der zweite Platz zeigt, dass beide auf dem richtigen Weg sind. Zugleich ist klar, dass die Entwicklung weitergehen muss: Um diesen Erfolg zu bestätigen und sich künftig auch für internationale Einsätze des Verbandes zu empfehlen, werden Rambosek und Ließ weiter hart arbeiten. Der Silberrang von Erfurt ist dafür ein starkes Signal.
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