TSB Judoka sind Baden-Württembergischer Meister
  26.05.2019 •     Allgemeine Infos Judo Info Aktive Männer 1

Ravensburg (ur) Die TSB Judoka zeigten zum Saisonabschluss ihre beste Mannschaftsleistung, erkämpften sich in extrem harten Einzelkämpfen 4:3 Siege gegen die Freiburger Turnerschaft und den TV Heitersheim. Im letzten Kampf krönten die Oberschwaben die Saison mit einem klaren 5:2 Sieg gegen den Vorjahresmeister PS Karlsruhe. Mit dem Titelgewinn sind die TSB Judoka für die Aufstiegskämpfe zur 2. Bundesliga qualifiziert.

Die Ausgangslage vor dem letzten Kampftag war klar: Mindestens zwei der drei Mannschaftskämpfe mussten gewonnen werden. Um nicht noch unnötig unter Druck zu geraten, wollten die TSB Kämpfer gegen die Freiburger Turnerschaft direkt punkten. Der Auftakt war allerdings anders als erhofft. Nach einem Sieg von Salih Altayeb (bis 60 Kilogramm) gaben mit Niklas Böhm (bis 66 Kilogramm) und Mattias Müller (bis 100 Kilogramm) ihre Kämpfe gegen die Freiburger Leistungsträger überraschend ab. Ali Sarioglu (über 100 Kilogramm) und Kento Yazawa (bis 73 Kilogramm) brachten die Oberschwaben mit 3:2 in Front. Für die Entscheidung sorgte Oliver Leins (bis 90 Kilogramm) gegen Sewak Nersisyan mit einem Haltegriff zum dringend notwendigen 4. Punkt. Den Kampf gegen den ehemaligen Deutschen Nationalkämpfer Soshin Katsumi gab Julian Müller aus taktischen Gründen ab.

Mit dem  TV Heitersheim trafen die Ravensburger auf den Tabellenzweiten, der mit einem Sieg gegen die Oberschwaben noch Chancen auf den Titel gehabt hätte, auf einen hochmotivierten Gegner. Dass gegen die Heitersheimer Spitzenkämpfer Patrik Müller  und Philip Müller kein Punkt zu holen war, war vorhersehbar. Somit blieben nur noch 5 Begegnungen, von denen die Ravensburger vier gewinnen mussten. Nach der Niederlage von Salih Altayeb durfte kein Punkt mehr abgegeben werden. Niklas Böhm, Mattias Müller und Ali Sarioglu holten hart umkämpfte Siege. Die Entscheidung musste der Kampf zwischen Oliver Leins und Jean- Claude Owona Nkoulou bringen. Keiner der Athleten schaffte es in der regulären Kampfzeit eine Wertung zu erzielen, so dass der Kampf in der Verlängerung entscheiden werden mussten. Mit Unterstützung der Zuschauer konnte Leins in Minute 11 seine letzten Reserven aktivieren, Owona Nkoulou kontern und seinem Team den Sieg und die Meisterschaft sichern.

Im Kampf gegen den Vorjahresmeister PS Karlsruhe musste TSB Coach Uli Rothenhäusler umstellen. Für den verletzten Yazawa und den völlig erschöpften Leins rückten Luca Guilbaut und Dominik Kimmel ins Team. Mit dem Titel auf der Habenseite kämpften sich die Ravensburg sich gegen den PS Karlsruhe in einen Rausch: Salih Altayeb, Niklas Böhm, Mattias Müller und Ali Sarioglu holten einen Sieg nach dem anderen. Der 17-jährige Luca Guilbaut (bis 73 Kilogramm) fegte Simon Fischer, der sonst in der 1. Bundesliga für den JC Ettlingen auf die Matte geht, von den Beinen und holte eine 5:0 Führung. Die Niederlagen von Kimmel und Julian Müller hatten nur noch Bedeutung für die Statistik.

Am Ende der Saison stehen 8 Siege, 16:0 Punkten und 34 gewonnenen Einzelbegegnungen:
Dass dies gelingen konnte,  hat viele Gründe. Mannschaftliche Geschlossenheit: 17 Kämpfer gingen am Heimkampf über die Waage, 6 davon unter 18 Jahren.

Extrem hohe Disziplin: Um mit einer optimalen Aufstellung auf die Matte zu gehen haben Kento Yazawa, Oliver Leins und Julian Müller eine komplette Gewichtsklasse abgenommen. Körperliche Fitness: Alle TSB Judoka zeigten sich körperlich in sehr guter Disposition und waren auf den Punkt topfit.

TSB Coach Uli Rothenhäusler:  „Ich bin extrem stolz auf diese Mannschaft. Unsere Stärke in dieser Saison war die Ausgeglichenheit in den Gewichtsklassen. Die Option 2. Bundesliga werden wir in diesem Jahr noch nicht ziehen. Die sehr starken U18 Kämpfer brauchen noch zwei bis drei Jahre, um in einer Bundesliga mitkämpfen zu können. Wenn die Jungs zusammenhalten, werden wir diese Option in ein oder zwei Jahren erneut haben und dann mit einer komplett eigenen Mannschaft um den Aufstieg kämpfen“.



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